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Vielleicht hast du noch nie von Further gehört. Vielleicht hast du noch nie von Ariège gehört. Falls nicht, ist das halb so wild, aber es wird allerhöchste Zeit, dass wir das ändern.

Further ist ein spezielles Ultra-Rennen, oder Bikepacking Race, falls dir das besser gefällt. Das Rennen findet im und um das Ariège Naturschutzgebiet in den Pyrenäen statt, im regionalen Naturpark der Ariège-Pyrenäen, einem abgeschieden, fast vergessenen Landstrich im Gebirge, zwischen den Gipfeln der Hautes-Pyrénées, Andorras und der katalanischen Pyrenäen. Falls du das nochmal kurz auf der Karte nachschauen willst, nur zu!

Okay… fertig? Dann kanns ja losgehen!

Camille McMillan organisiert Further jedes Jahr und man kann sagen, er ist so einzigartig wie die Berge, in denen er lebt. Vor acht Jahren hat er sich mit seiner Familie in den Ariégeoise Pyrénées (keine Sorge, ich kanns auch nicht aussprechen) niedergelassen und man kann sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Es gibt nicht viele Menschen, die so eine unergründliche Leidenschaft und tiefe Neugier für eine so spezifische Region und Bergkette aufbringen können. Aber genau solche Leute braucht es, um dir die einzigartige Schönheit eines einsamen Berggipfels zu zeigen. Nach einer einzigen Wanderung mit Camille kannst du sicher sein, dass du jeden einzelnen Gipfel und jede Spalte in der gegen kannst. Er ist ein laufender Atlas und ein Großartiger Weggefährte.

Sein Wissen und seine Begeisterung für und um die Berge, in denen er lebt, haben ihn zu Further inspiriert und seine Vision ist es, die viele Fahrer jährlich zu diesem Rennen lockt. Sein reicher Erfahrungsschatz in on- und off-road Fahrradrennen wird gepaart mit seinem Talent diese zu fotografieren und schon versteht man, warum das Further Rennen so aussieht wie es aussieht. Die einen rennen mit ihren Fahrrädern die Berge hinauf und jagen das Zeitlimit von vier Tagen für etwas mehr als 400km während andere in die Pedale treten und vielleicht durch Glück oder Zufall oder aber auch Geschick pünktlich innerhalb des Zeitlimits ans Ziel kommen.

Vier Tage und ein bisschen mehr als 400km. Ich kann mir vorstellen du bekommst langsam ein Gespür dafür, wie dieses Rennen wirklich ist.

Die Landschaft von Further ist einzigartig, die Organisation aber auch. Dieses Rennen ist keins, wo man einfach volle Pulle durchballert, geradezu aufs Ziel, die wohlverdienten Bierchen schon vor Augen. Es ist das genaue Gegenteil. Camille fokussiert sich auf das Zusammenspiel von Rider und Fahrrad. Das Fahrrad funktioniert perfekt, um dich an den Fuße eines Bergpasses zu bringen, aber dann liegt es an dir, dein Fahrrad zu schultern und es auf den Berg zu bringen damit es dir an der Spitze angelangt wieder helfen kann die nächste Schlucht zu erreichen. Selbst diejenigen die Stollenreifen anstelle von Adern haben werden nicht 100% all der Gebirgspässe, hoch oder runter, die das Rennen bietet, fahren können, das ist einfach nicht möglich.

Further kombiniert teils sehr unwägbares Gelände mit Sperrstunden für manche Streckenabschnitte. Manche Pässe sind über Nacht gesperrt, weil es einfach nicht sicher ist, diese im Dunkeln zu befahren. Dadurch wird die richtige zeitliche Strategie ein Schlüsselelement für ein erfolgreiches Rennen. Further-Enthusiasten werden sich noch an James Hayden erinnern, der einen Abend des Rennens in einem kleinen Dorf in einer Pizzeria einkehrte. Das Dorf liegt am Fuße eines gigantischen Anstiegs. Die Pizzapause wurde nur eingelegt, weil der Streckenabschnitt nicht mehr lange genug offen gewesen wäre. Aber so konnte Hayden am nächsten Morgen auf die Minute genau zur Streckenöffnung mit neuen Kräften seinen Aufstieg beginnen.

Die Ariége ist ziemlich abgelegen, nach europäischen Standards natürlich, aber trotzdem ganz schön abgeschieden. Auf manchen dieser Passstraßen musst du auf nicht befestigten Wegen mit deinem Fahrrad auf dem Rücken wandern und SAR tracken funktioniert auch nur bedingt. Dieses bergige Ultra-Rennen ist gespickt mit knackigen Anstiegen, steilen Abfahrten und langen Strecken, das vergisst du sicher nie.

Man kommt, um das Rennen zu fahren, bleibt dann wegen des beeindruckenden Gebirges, der Gastfreundschaft und der Ruhe die einen umgibt. Sour ist stolz darauf Camille und sein Further unterstützen zu dürfen, damit er endlich mal auf einem anständigen Mountainbike fährt, tatsächlich zum ersten Mal, seit er in den Bergen lebt. Außerdem sind wir neugierig, wohin sich dieses Rennen entwickeln wird.

Wenn du nun Blut geleckt hast und am Further Pyreness oder am Schwester Rennen UK Further East teilnehmen möchtest, dann schau mal bei FRTHR.co vorbei.