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Läuft alles. Kind läuft (yeah! endlich), Alltag läuft, Rad läuft, Nase läuft. Morgens -4°C, abends +4°C, aber der Frühling kommt.

Das tägliche Abenteuer vom Fahrrad-Papa.

Kurz vor 5 Uhr raus, nur damit man neben dem 40h-Büro-Job und den Kindern noch auf ein paar Radkilometer kommt. Also der klassische Spagat, ich muss nicht, aber ich würde gern. Für alle (und mich) da sein. Eigentlich würde ich auch gern mehr schlafen, aber momentan reicht es – genug gejammert.

Das Radfahren ist für mich Be- und Entschleunigung zu gleich. Ob ich mich treiben lasse oder E-Bike-Pacman spiele, entscheidet entweder die Tagesform oder der Wind. Wind, Temperaturen, Regen, Sonne sind alles Faktoren die für mich persönlich das Pendeln spannend machen. Meine Kinder machen es mir vor, Kinder finden an jedem Wetter etwas Positives, das ist wirklich faszinierend. Und es erdet. Und es ist ganz einfach. Einfach raus, der Autoschlüssel bleibt hängen, die einzige Frage lautet: welche Jacke ziehe ich an?

Dann raus, die Elemente auf dem Rad erleben. Klingt poetisch, ist aber ganz pragmatisch gemeint.

Das Pickup entpuppt sich als eierlegende Wollmilchsau.

„Das kann man nicht mit Dropbar fahren“. Jaja… Ich mach es trotzdem. 33km am Tag, 165km pro Woche. Meine Ich-Zeit. Nachmittags die Kinder auf den Gepäcki, den Hänger hinten ran, noch schnell in den Bioladen oder zum Baumarkt, drei Spanngurte, alles fest und los. Wir können uns heiß reden über Achsstandards und Klemmdurchmesser, ob ein Vorbau mit 150g zu schwer ist oder nicht. Oder wir fahren einfach Rad. Ob ich es mal gewogen hab? Klar hab ich es gewogen… Aber ehrlich, spielt das eine Rolle?

 

Felix